In einem Weiterbildungsartikel im Nervenarzt vom Januar 2014 (85:363-377) empfehlen Deutschenbauer et al in der Akutphase (3-6 Monate) die wirksame Dosis der Akutbehandlung beizubehalten. Die World Federation of Societies of Biological Psychiatry (WFSBP, Weltorganisation der Gesellschaften biologischer Psychiater, http://www.wfsbp.org, hier unter Trestment Guidelines longterm treatment auf S.12) empfielt, in der sich anschließenden Remissionsphase abhängig von der noch verbleibenden Symptomatik, der Etablierung tragfähiger psychosozialer Beziehungen und der Festigung der beruflichen Situation die medikamentöse Behandlung bei Ersterkrankungen noch mindestens 1-2 Jahre, bei Mehrfacherkrankungen sogar 5 Jahre weiter zu behandeln. Die zeitlich unbegrenzte Behandlung wird besonders für Patienten mit Suizidversuchen oder Gewalttaten in der Vorgeschichte und bei häufigen Rückfällen empfohlen.

Als  Dosis-Richtlinien (Tagesdosen) für eine prophylaktische Langzeitbehandlung werden empfohlen:

  • 15-20 mg Olanzapin (dieser Wert erscheint mir allerdings sehr hoch, bei einzelnden Patienten können auch 2,5 – 5 mg schon ausreichend sein)
  • 200-400 mg Quetiapin (auch hier können niedrigere Dosen in der Praxis effektiv sein)
  • 6-12 mg Risperidon pro Tag (gleiches gilt auch hier, teilweise können 2 x 0,5 mg ausreichend sein)
  • 150-600 mg Amisulprid (Prophylaktische Dosierung hier in der Praxis ab 50 mg tgl.)
  • 180 mg Ziprasidon (dito), 60-80 g tgl. können schon prophylaktisch wirken)
  • 20 -30 mg Aripirazol (dito, in der Regel hier in der Praxis 10-15 mg)
  • 300-400 mg Clozapin (erscheint auch zu hoch, Dosen von 100-200 mg tgl. sind nach meiner Erfahrung schon ausreichend)

Sehr ausführlich ist dies tabellarisch unter dem oben genannten Link einsehbar. Kommentare erwünscht!

 

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